Kulturkiosk I und II

Kulturkiosk

Der Kulturkiosk – als Namensgeber des Projektes – ist eine rote Holzhütte mit klappbaren Wänden, die an einer Seite scheinbar im Erdboden versinkt. Künstlern aus der ganzen Welt diente er als Anregung. Sie füllten diesen „Kiosk“ mit ihren Arbeiten, banden ihn in interaktive Kunstaktionen ein und stellten ihn in den Mittelpunkt ihrer Auseinandersetzung mit der Gesellschaft. So führte sein Weg durch Europa bis auf einen Berliner Schulhof. Nun wurde der Kulturkiosk neben seiner künstlerischen Nutzung durch Schülerinnen und Schüler auch auf einer symbolischen Ebene zum zentralen Motiv unseres Projektes.

Kulturkiosk

Museen interaktiv erleben

Zusammenfassung des Abschlussberichts (Kulturkiosk I) lesen

Im Mittelpunkt der Arbeit stand die Ausbildung von Kompetenzstrukturen, die für individuelles und reflektiertes lebenslanges Lernen unabdingbar sind. Wir verfolgten zwei zentrale Ansätze: Im ersten ging es um die gleichberechtigte Nutzung analoger und digitaler Mittel im Unterricht. Der zweite Schwerpunkt lag in der Verbindung des modernen Fachunterrichts in Kunst und Naturwissenschaften mit den Zielen des Sprachunterrichts. Die Beobachtung, dass Jugendliche Museen gegenüber sehr reserviert sind, obwohl die Einrichtungen ihre Jugendarbeit stark intensiviert haben, war für uns die Grundlage nach handlungsorientierten Ansätzen in der Museumsarbeit zu suchen. Wir verfolgten das Konzept, dass analoge klassische Mittel des Unterrichts genauso zum Einsatz kommen sollen wie klassische Mittel der Museumsarbeit. Gleichberechtigt wollten wir aber herausfinden, inwieweit auch der Einsatz vorhandener digitaler Mittel eine Bereicherung für Jugendliche während eines Museumsbesuches darstellen kann.

Die Projektgruppe bestand aus insgesamt sieben Ober- (bzw. Mittel-)schulen aus Italien (Neapel), Finnland (Helsinki), Griechenland (Patras), Polen (Gdansk), Ungarn (Budapest) und Österreich (Rein). Die koordinierende Schule war eine Berliner Schule mit musischem Profil.

Mit der Unterstützung eines externen Experten entstand ein interaktiver Museumführer (IMG), außerdem dokumentiert eine Webseite www.interactive-museum.guide (gesponsert von sicher-im-inter.net) die Projektergebnisse. Im Fall des eBooks handelt sich um einen frei verfügbaren internationalen Museumsführer, der mit allen Geräten lesbar ist.

Sinnvoll strukturierte Lehrerfortbildungen gingen der Arbeit mit den Schülern voraus. Nach der Arbeit im eigenen Land sollten die Schüler mit ihren Projektpartnern konkrete (die Schüler interessierende) Ideen in den Museen umsetzen. Im Rahmen der Museumsarbeit setzten wir auf eine hohe Mitbestimmung der Schüler. Sie wählten die Museen aus und entschieden schwerpunktmäßig über die Unterrichtsinhalte im Rahmen der vorgegebenen Qualitätsmerkmale. Auch Schüler mit Lernschwierigkeiten und sozialen Benachteiligungen interessierten sich für die Arbeit und konnten daran teilhaben. Die neuen Fertigkeiten und Kompetenzen haben die Lehrer während der gemeinsamen Projekttreffen vor Ort erkundet und ausprobiert. Ergebnisse sieht man darin, dass Lehrer die neu erlernten Methoden in ihren eigenen Unterricht integriert und den Kollegen weitergegeben haben. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Schüler, die am Projekt „Kulturkiosk“ teilgenommen haben, eine sehr hohe Kompetenz im Einsatz der digitalen Technik in Bezug auf Unterrichtsinhalte erlangt haben. Wir beobachten zunehmend auch eine hohe Disziplin im Umgang mit digitalen Medien während des Unterrichts, die wir so nicht erwartet haben. Die enge Zusammenarbeit führte auch dazu, dass Schülern die Möglichkeit für Langzeitaufenthalte an der Partnerschule eingeräumt werden konnte. Dabei durften wir auf langjährige Erfahrungen der österreichischen und finnischen Schule zurückgreifen.

Ergebnis der inhaltlichen Prüfung des Abschlussberichtes (Kulturkiosk I) lesen

Hier klicken…